NEWS | F.A.Q | FORUM | TEAM | LINKS
Link's Crossbow Traning
Getestet: PAL-Version für Nintendo Wii

Entwickler: Nintendo
Erschienen: 2007
Spieler: 1-4 (abwechselnd)
Auch erschienen für: -
Preis: 30 Euro (nur zusammen mit Wii Zapper)
Val | Nintendos neuster Konsolen-Streich scheint wie gemacht für Spiele im Lightgungenre zu sein. Die Wiimote fungiert eigentlich bei jedem Spiel als Lightgun-ähnliche Steuereinheit und ist an jedem Fernseher anwendbar. Vorbei sind die Zeiten, zu denen man sich am heimischen Fernseher orientieren und vielleicht auf hervorragende Lightguns verzichten musste, da diese nur den 50/60Hz unterstützten. Nintendo beschert uns nun neben dem neuen Zapper (seperater Test hier) auch gleich Link's Crossbow Training, welches im Zapper-Paket enthalten ist.
Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Minispielen, in denen man aus der Ego- oder Third-Person-Sicht Link mit seiner Armbrust verkörpert und auf knallharter Highscore-Jagd geht. Je nach Ansicht und Spiel steuert man Links Sicht oder ihn sogar selbst. Zu Beginn des Spiels hat man die Wahl zwischen Punktejagd, Mehrspieler und Übung. Eine weitere Option ist die Kalibrierung bei der aber lediglich die Geschwindigkeit des Cursors und die vertikale Höhe des selbigen festgelegt werden kann. Eine typische Kalibrierung der Lightgun sucht man vergeblich, zumal diese hinfällig ist, da der angezeigte Cursor die einzige Orientierungshilfe ist. Und hier bahnt sich auch schon das erste und haarigste Problem an. Da man nicht mehr über Kimme und Korn, wie bei Lightgunshootern der letzten Generationen üblich, zielt, verliert man wichtige Sekunden. Man wartet bis der Cursor am richtigen Platz steht und drückt dann ab. Bei Spielen wie Point Blank verlässt man sich mehr auf das erlernte Gefühl, richtig anvisiert zu haben. Und genau mit diesem Spiel ist Link's Crossbow Training auch gut zu vergleichen, wobei es bei Point Blank auch auf die Präzision ankommt, was sich bei Link's Crossbow Training lediglich auf den Punkten niederschlägt. Trifft man eine Zielscheibe mal nicht genau mittig, so gibt es einfach weniger Punkte. Prozentuale Resultate werden nicht angezeigt.
Acht Level mit je drei Spielabschnitten plus dem Finale (ebenfalls mit drei Spielabschnitten) dürfen bestritten werden. Jeder Level muss mit mindestens der vorgegebenen Punktezahl abgeschlossen werden. Auf Grund dieser erhält man nun ein Abzeichen (Bronze, Silber, Gold). Im Menüpunkt "Übung" darf in den einzelnen Abschnitten dann auf Punktejagd außerhalb dieser Levelstruktur gegangen werden.
Die Abschnitte sind sehr eintönig, es gibt keine große Abwechslung. Eigentlich schießt man nur auf Zielscheiben und Feinde, die sich in der Luft, am Boden oder darunter befinden können. Rote Zielscheiben geben wenig Punkte, gelb/grüne viele Punkte (je nachdem welchen Ring man trifft). Gegner je nach Größe und Ausstattung mehr, dabei müssen heftige Widersacher auch öfter beschossen werden. Da die Präzision nicht von Interesse ist, kann natürlich wild drauf los geballert werden, so dass auch Anfänger eine Chance haben können. Trefferserien bringen allerdings mehr Punkte!
Mit "B" (am vorderen Teil des Zappers) wird geschossen, mit dem Stick am Nunchuk gesteuert, soweit dies abverlangt wird. Teilweise kann Link auch nur rundum blicken und steht fest an einem Ort. Sonst bewegt man Link vor-, rück- und seitwärts. Die Sicht übernimmt man wie bei anderen Egoshootern für die Wii mit dem Wiimote, indem der Rand des Bildschirms angesteuert wird und die Sicht sich nach dorthin verlagert. Zudem kann mit "Z" noch gezoomt werden. Neben dem normalen Einzelschuss, kann auch Dauerfeuer durch das Einsammeln bestimmter Objekte zeitlich begrenzt genutzt werden oder man hält den B-Knopf einfach eine Weile gedrückt um einen besonders heftigen Schuss abzufeuern.
Neben Zielen, die getroffen werden sollten, erscheinen auch Zielscheiben, die dem Konto Minuspunkte einbringen. Ebenso steht es mit Wurfgeschossen von Feinden oder versehentliche Schüsse auf Verbündete.
Grafisch bietet Link's Crossbow Training keine Quantensprünge. Es muss sich weit hinter RE: Umbrella Chronicles anstellen und der Stil sieht sehr verwaschen aus. Nötig hat das Spiel dies wegen des Prinzips aber ohnehin nicht (nicht nur, weil es auf Wii ist), trotzdem hätten Augenschmäuße ein ordentliches Plus bedeutet. Der Sound ist ordentlich und bietet Pro Logic II Unterstützung, allerdings sind Musikstücke typisch Zelda und nicht jedermanns Geschmack.
Ein netter kleiner Shooter als Dreingabe, aber leider nichts was auf Dauer befriedigt. Nach eine knappen Stunde hat man alles gesehen und will mehr. Auch der Multiplayer (bis zu vier Spielern) macht Spielen wie Wii Sports oder Wii Play keine Konkurrenz, da dies nicht simultan möglich ist und die Tatsache, dass sich besonders die Abschnitte in denen Link zu steuern ist, besser bedienen lassen, wenn man die Zapper-Halterung weg lässt, stößt sauer auf!
SpielspaßGameplayGrafikSound
6667
Gesamt: 25 Punkte
Positiv
- Nette Dreingabe zum Zapper
Negativ
- Zu kurz
- Keine Innovation, alles schon mal da gewesen
- kein simultaner Mehrspielermodus
Durchschnitt User-Wertung: 5 Punkte (11 Stimme/n)
Spiel bewerten:
Vals Meinung! - 4 Punkte
Schrecklich! Mir wurde von Abschnitt zu Abschnitt immer langweiliger! Wie kann nur so eine Gurke beigelegt werden?! Man hätte sich Impressionen bei Namcos Point Blank Serie holen sollen.
Myloks Meinung! - 7 Punkte
Da ich Minispiele gern mag, hab ich auch beim Crossbow Training meinen Spaß. Zwar sind einige Spielchen recht einfallslos und nervig, ingesamt aber eine nette Zugabe zum Zapper und ein witziger, kurzweiliger Zeitvertreib!